Welche Vorstellungsgesprächs-Stile gibt es?

Unstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer ist unvorbereitet und stellt Fragen, wie sie Ihm gerade einfallen. Oft erzählt er mehr, als er fragt. Mitunter entstehen unangenehme Schweigepausen, weil der Interviewer nicht weiß, was er als Nächstes fragen soll. Diese recht unprofessionelle Form des Vorstellungsgesprächs finden Sie oft bei kleineren Betrieben, die selten einstellen und in denen der Chef oder der Abteilungsleiter persönlich die Gespräche abnehmen.

 

Halbstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer weiß, welche Fragen er in dem Interview auf jeden Fall klären will. Diese Fragen sind vorbereitet und werden in das ansonsten weitgehend unstrukturierte Vorstellungsgespräch eingebaut.

 

Strukturiertes Bewerbungsgespräch:

Hier wird nichts den Zufall überlassen. Alle Fragen sowie ihre Reihenfolge im Vorstellungsgespräch sind vorbereitet und mitunter wörtlich vorformuliert. Oft verwendet der Interviewer einen ausgearbeiteten Fragebogen (“Interviewleitfaden”) und trägt seine Notizen in ein Formular ein. Diese Bewerbungsgesprächstechnik wirkt zwar manchmal etwas steif, ist aber schon recht professionell. Die Ergebnisse strukturierter Vorstellungsgespräche ermöglichen bessere Vergleichbarkeit bei einer hohen Anzahl von Bewerbungsgesprächen und verschiedenen Interviewern. Und Sie können davon ausgehen, dass man sich bei der Vorbereitung des Interviewleitfadens genaue Gedanken darüber gemacht hat, was für die Stelle wichtig ist.

 

Multimodales Bewerbungsgespräch:

Auch bei dieser Technik werden vorbereitete Vorstellungsgesprächs-Leitfäden verwendet, die aus den stellenbezogenen Anforderungsprofilen abgeleitet worden sind. Der Interviewer hat jedoch die Freiheit, im Interview auf individuelle Besonderheiten einzugehen und diese auszuarbeiten, bevor er wieder zum vorbereiteten Leitfaden als “roten Faden” zurückkehrt. Häufig werden selbstreflektorische Fragen eingesetzt (wie haben Sie sich dabei gefühlt?) und vertiefende Fragen zum Bewerbungsschreiben und zum Lebenslauf, um auch unter die Oberfläche blicken zu können. Diese Vorstellungsgesprächstechnik gehört zur Oberklasse.

 

Und dann gibt es noch die ebenso berüchtigten wie gefürchteten Stressinterviews. Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber.