Mein persönlicher Rat

Verzichten Sie auf eine solche mit negativen Erfahrungen belegte dritte Seite. Sie war bei ihrer Einführung sicherlich gut und sinnvoll, wenn auch ganz anders gemeint, aber fortgesetzter Fehlgebrauch als falsch verstandenes Motivationsschreiben hinterlässt generelle Makel.

Wer seine tatsächliche Motivation für die Stelle ausdrücken will und wirklich Authentisches über sich zu sagen hat, sollte das nicht im Motivationsschreiben oder der dritten Seite, sondern im Bewerbungsschreiben tun (siehe meine dortigen Ausführungen). Da gehört die nachvollziehbare Begründung Ihrer Motivation hinein.

Erläuterungen zum Lebenslauf, der ursprünglichen Sinngebung der dritten Seite, werden am besten direkt im tabellarischen Lebenslauf platziert. Dafür reichen kurze Hinweise an der jeweils passenden Stelle völlig aus - verzichten Sie im Lebenslauf auf weitschweifige Ausführungen. Wenn man als Recruiter vernimmt, dass es für eine kritische Situation im Lebenslauf eine plausible Begründung gibt, reicht diese Botschaft bis zum Vorstellungsgespräch aus. Dort kann man sich bei Bedarf die Hintergründe näher erläutern lassen.

Mein Resümee

Kein Motivationsschreiben, keine dritte Seite. Werten Sie dafür lieber Ihren Lebenslauf und Ihr Bewerbungsschreiben mit wirklich nützlichen Zusatzangaben auf.

>> Wie erstelle ich ein erfolgreiches Bewerbungsvideo? Tipps für Einsteiger

 


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