Bewerbungsfoto

Ein Foto darf von Bewerbern aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes in den Bewerbungsunterlagen nicht gefordert werden. Aber es ist andererseits nicht verboten, wenn der Bewerber trotzdem ein Bewerbungsfoto in seinen Bewerbungsunterlagen verwendet. Ich persönlich würde es auf jeden Fall tun. Warum ein wirklich gutes Bewerbungsfoto eine starke, positive Wirkung haben kann, führe ich noch im Zusammenhang mit dem Lebenslauf aus, in welchen das Foto meist eingebunden wird. Hier sei erst einmal davor gewarnt, ein minderwertiges Bewerbungsfoto in den Bewerbungsunterlagen zu verwenden, sei es ein selbst erstelltes „Selfie“, ein Freizeit-Schnappschuss oder ein Automatenbild. In früheren Zeiten, als noch auf Fotopapier entwickelte „Photographien“ gekauft werden mussten, konnte es sehr teuer werden, wenn es nötig war, viele Bewerbungen zu verschicken. Heute beschränken sich die Kosten auf die - möglichst professionelle - Aufnahme. Die Fotodateien können Sie dann ja beliebig häufig kopieren und verwenden.

Aber nicht nur minderwertige Bewerbungsfotos erzeugen in den Bewerbungsunterlagen einen ungünstigen Eindruck. Auch übergroße Selbstdarstellungen können als unangemessen, eventuell sogar als aufdringlich empfunden werden. Das gilt jedoch nicht, wenn Sie sich um eine Tätigkeit bewerben, wo es ausdrücklich darum geht, sich optisch in Szene zu setzen, also z.B. als Fotomodell.

Die treffendste Bezeichnung für ein ordentlich erstelltes Bewerbungsfoto ist daher „angemessen“ - angemessen für die Tätigkeit, um die Sie sich bewerben wollen.

 

Was dann noch den Unterschied zwischen einem „ordentlichen“ und einem „Top“-Bewerbungsbild ausmacht, erfahren Sie - wie ja schon angedeutet – im weiteren Verlauf dieser Ratgeberseite.


Dekorative Farben, Layouts und Verzierungen der Bewerbungsunterlagen

sind nicht generell gut oder schlecht. Auch hier gilt: gut ist, was der Tätigkeit, um die Sie sich bewerben, angemessen ist. Für kreative Tätigkeiten können Sie Ihrer Fantasie beim Erstellen Ihrer Bewerbungsunterlage freien Lauf lassen. Für nicht kreative Tätigkeiten sollten Sie von solchen Ausschmückungen besser absehen. Etwas Farbe, z.B. für den Tabellen-Stil darf natürlich sein, wobei dunkles Blau und unbunte Grautöne am seriösesten wirken.


Unruhiges Schriftbild in den Bewerbungsunterlagen

Spielen Sie beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen nicht zu sehr mit verschiedenen Textformatierungen. Fett gesetzte, vergrößerte, unterstrichene oder farbige Schriften (insbesondere rot) wirken aggressiv. Zurückhaltung und ein ruhiges Schriftbild kommen zumeist besser an. Im Web werden derzeit dunkelgraue Schriften als besonders angenehm empfunden. Auch für eine Bewerbung wäre eine solche Schriftfarbe geeignet. Aber probieren Sie es aus und betrachten Sie sich das Resultat kritisch. Ist das Grau sehr hell, leidet eventuell die Lesbarkeit.


Fazit

Wichtig beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen, ihrer Zusammenstellung, ihrer Reihenfolge und ihrer Aufmachung ist ein sowohl im Detail als auch im Gesamtbild hochwertiger Eindruck. Was sich optisch positiv abhebt, verführt unterbewusst dazu, auf einen sich ebenfalls positiv abhebenden Inhalt zu schließen. Doch “abheben” allein ist noch lange nicht “positiv”. Bei Übertreibung kann das Gesamtbild als ”protzig” in die gegenteilige Wertung abrutschen. Hier ist Ihr Fingerspitzengefühl beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen gefragt.

>> Das Bewerbungsschreiben


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