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Wie läuft es ab? Was können Sie in dem Verfahren für Ihre Bewerbung nutzen?

Auswahlverfahren Bewerbung was ist das?

 

Was ist das Auswahlverfahren bei einer Bewerbung?

Das Auswahlverfahren einer Bewerbung dient dazu, aus der Vielzahl der erhaltenen Bewerbungen, den nach den verfügbaren Informationen passendsten Bewerber zumeist nach einem genau festgelegten Prozess zu ermitteln.

Dieser Prozess beginnt in der Regel nach Abschluss des Bewerbungseingangs, was heißt, meist nicht früher als drei Wochen nach Beginn der Stellenausschreibung.

Der erste Schritt des Auswahlverfahrens ist in aller Regel die Sichtung und der Bewertung der Bewerbungsunterlagen, d.h. des Bewerbungsschreibens, des Lebenslaufs, der Arbeitszeugnisse, der Schul- und Ausbildungs-, Hochschulabschlusszeugnisse sowie eventueller weiterer Qualifikationsbelege.
Über diesen Abschnitt des Auswahlverfahrens, der sich auf die Bewerbungsunterlagen konzentriert, erhalten Sie Bewerbungstipps unter dem Menüpunkt „Die Bewerbung“.

 

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Wie lange dauert das Auswahlverfahren einer Bewerbung?

Das Auswahlverfahren, da ja erst nach Abschluss des Bewerbungseingangs beginnt, kann insgesamt mehrere Wochen bis Monate dauern.

Die Kandidaten, die schon in der ersten Runde des Bewerbungs-Auswahlverfahrens ausscheiden, erhalten meist als erste Post, was heißt, eine Absage.

Alle anderen müssen sich länger gedulden.

Die Kandidaten die mit Ihrer Bewerbung in der letzen Runde des Auswahlverfahrens ausscheiden, werden oftmals nicht gleich abgesagt. Die erwählten Kandidaten, auf die die Wahl gefallen ist, für bekommen hier meist auch zeitlich Vortritt.

Doch das ist gar nicht herabwürdigen gemeint. Vielmehr will man dann zumeist abwarten, ob man die Bewerber der Wahl tatsächlich unter Vertrag bekommt. Falls nicht, könnte sich man unter den noch nicht abgesagten Bewerber für Nachrücker entscheiden, sofern die Zeit zur Besetzung der Stelle dazu drängt. Und darin könnte auch für Sie noch eine Chance liegen, selbst wenn sie mit Ihrer Bewerbung im Auswahlverfahren nicht den allerersten Platz gemacht haben.

 

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Wie funktioniert ein typisches Auswahlverfahren für Bewerbungen?

Auf eine Stellenausschreibung erhält ein Betrieb zumeist hunderte Bewerbungen. Eine Faustformel besagt, dass 90 % der Bewerbungen innerhalb von etwa drei Wochen ab dem Termin der Ausschreibung eingehen. Daraus ergibt sich die zu erwartende Dauer, bis das Auswahlverfahren der Bewerbung beginnt. Der erste Schritt des Bewerbungsauswahlverfahrens ist ein Massenverfahren, das nach rationalen Gesichtspunkten organisiert ist. Mit möglichst geringem Aufwand sollen zu Beginn des Bewerbungsauswahlverfahrens zunächst meist 80 % bis über 90 % der Bewerbungen aussortiert werden, um ein überschaubares Konzentrat der wahrscheinlich geeignetsten Kandidaten zurückzubehalten. Bei diesem sog. “Screening” werden die Bewerbungsunterlagen nicht gleich gründlich durchgelesen, sondern nach ganz bestimmten Kriterien punktuell durchleuchtet. Wer in diesem Schritt des Bewerbungsauswahlverfahrens durchfällt, hat auch trotz ansonsten guter Bewerbungsunterlagen keinerlei Chancen mehr.

Beim ersten Screening wird vor allen auf harte Faktoren und auf verdeckte Signale geachtet.

Harte Faktoren sind faktische Größen wie Qualifikation, Zensuren, Studiendauer, Art der Berufserfahrung, etc. Diese Faktoren des Lebenslaufs stehen fest und sind zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht mehr verbesserbar.

Verdeckte Signale sind z.B. Warnsignale, die für Insider in Ihren Bewerbungsunterlagen erkennbar sind. Hier gibt es im Bewerbungsauswahlverfahren viel Verbesserungspotential, welches Sie ausschöpfen können. Auf den Seiten des Abschnitts „Die Bewerbung“ erhalten Sie hierzu wertvolle Tipps.

Die verbleibenden Bewerber können zumeist mit einer Kontaktaufnahme des Unternehmens rechnen. Das kann zunächst ein Telefoninterview (Vorstellungsgespräch am Telefon), ein Online-Vorstellungsgespräch per WebCam oder auch gleich eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch oder seltener zu einem Assessment-Center sein. Letzere Verfahren der Bewerberauswahl dienen dazu, die Persönlichkeit sowie kaum messbare Eigenschaften der Bewerber kennenzulernen. Dazu gehören Teamfähigkeit, soziale Intelligenz, Eloquenz (sprachliche Ausdrucksfähigkeit), Kommunikationstalent, persönliche Ausstrahlung, Führungsfähigkeit, Organisationstalent, verkäuferisches Talent, passende “Chemie” u.ä.m. Trotz aller Bemühungen solche Bewertungen zu objektivieren, wird in der Praxis des Bewerbungsauswahlverfahrens oft maßgeblich aus dem Bauch heraus geurteilt, so dass die Trefferquote bei Vorstellungsgesprächen mit bis zu 50 % und bei Assessment-Centern mit bis zu 70 % meist nicht überschritten wird, sondern häufig sogar deutlich geringer ausfällt. Hier liegen für Sie große Potentiale, den Bauchfaktor Ihrer Beurteiler zu Ihren Gunsten zu beeinflussen.

Da Sie in einem Vorstellungsgespräch auch auf versteckte Schwachstellen in Ihren Arbeitszeugnissen angesprochen werden können, sollten Sie sich dafür gezielt Antworten vorbereiten. Um Ihre Zeugnisse hierfür besser zu verstehen, finden Sie auf der Seite Arbeitszeugnisse Zusammenstellungen von häufig verwendeten Bewertungs-Codes.

Auf Bewerbungsauswahlverfahren wie Intelligenztests, Wissenstests, Fähigkeitstests, biografische Analysen, Persönlichkeitsanalysen, graphologische, ja sogar astrologische Gutachten gehe ich auf dieser WebSite nicht ein, obwohl sie mit zu einem Auswahlverfahren von Bewerbungen gehören können.

Der Sinn dieser WebSite ist nicht die vollständige Auflistung und Darstellung aller möglichen Elemente die in einem Bewerbungsauswahlverfahren vorkommen können. Vielmehr will ich Ihnen aufzeigen, wo und auf welche Weise Sie mit Ihrer Bewerung im Auswahlverfahren Einfluss nehmen können, um Ihre Bewerbungs-Chancen zu steigern, d.h. sich erfolgreicher zu bewerben.

Außer einer gründlichen inhaltlichen Vorbereitung auf Testverfahren anhand einschlägiger Bücher (s.u.), gibt es zu den zuletzt genannten Bewerbungsauswahlverfahren jedoch kaum weitere Einflussmöglichkeiten.

>> Telefonisches Bewerbungsgespräch – das Telefoninterview

Wissenswertes zum Ablauf und zur Vorbereitung
 

Fit ins Vorstellungsgespräch. Profi Tipps

Sie haben es geschafft! Die Vorauswahl ist erfolgreich überstanden und die nächste Runde im Bewerbungsauswahlverfahren eingeläutet. In den meisten Fällen folgt nun eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – manchmal auch direkt zu einem Assessment-Center. Jetzt ist eine gute Vorbereitung gefragt. Was Sie wissen müssen, um sich wirksam vorbereiten zu können, erfahren Sie hier sowie auf den folgenden Seiten zu den Vorstellungsgesprächen.

Bewerbungsgespräche haben aus Sicht des Arbeitgebers gegenüber Assessment Centern den Vorteil, dass sie leichter und kostengünstiger zu organisieren und sehr flexibel durchführbar sind. Ihr Vorteil: Sie können sich weitgehend darauf vorbereiten. 

 

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?

Bewerbungsgespräche beginnen in der Regel mit der Begrüßung und der Vorstellung der Gesprächspartner.

Anschließend wird man Sie zumeist bitten, ja nach Umfang ca. 10 bis 20 Minuten lang Ihren Lebenslauf mündlich darzustellen. Das sollten Sie in jedem Falle zur Vorbereitung gründlich geübt haben. Unklare oder auffällige Stellen werden die Interviewer mit vertiefenden Zwischenfragen zu klären versuchen. Hier müssen Sie also gut auf alle Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf und in Ihren Arbeitszeugnissen vorbereitet sein.

Danach werden die zumeist als typisch empfundenen Vorstellungsgesprächsfragen sowie beschäftigungstypische Fragen gestellt.

Gegen Ende des Bewerbungsgesprächs erhält gewöhnlich der Bewerber die Gelegenheit, seine Fragen zum Beschäftigungsverhältnis zu stellen.

Schließlich werden noch die Gehaltserwartung und Ihre Verfügbarkeit geklärt.

 

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über die verschiedenen Arten, wie ein Vorstellungsgespräch geführt werden kann.


 Welche Vorstellungsgesprächs-Stile gibt es?

Unstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer ist unvorbereitet und stellt Fragen, wie sie Ihm gerade einfallen. Oft erzählt er mehr, als er fragt. Mitunter entstehen unangenehme Schweigepausen, weil der Interviewer nicht weiß, was er als Nächstes fragen soll. Diese recht unprofessionelle Form des Vorstellungsgesprächs finden Sie oft bei kleineren Betrieben, die selten einstellen und in denen der Chef oder der Abteilungsleiter persönlich die Gespräche abnehmen.

 

Halbstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer weiß, welche Fragen er in dem Interview auf jeden Fall klären will. Diese Fragen sind vorbereitet und werden in das ansonsten weitgehend unstrukturierte Vorstellungsgespräch eingebaut.

 

Strukturiertes Bewerbungsgespräch:

Hier wird nichts den Zufall überlassen. Alle Fragen sowie ihre Reihenfolge im Vorstellungsgespräch sind vorbereitet und mitunter wörtlich vorformuliert. Oft verwendet der Interviewer einen ausgearbeiteten Fragebogen (“Interviewleitfaden”) und trägt seine Notizen in ein Formular ein. Diese Bewerbungsgesprächstechnik wirkt zwar manchmal etwas steif, ist aber schon recht professionell. Die Ergebnisse strukturierter Vorstellungsgespräche ermöglichen bessere Vergleichbarkeit bei einer hohen Anzahl von Bewerbungsgesprächen und verschiedenen Interviewern. Und Sie können davon ausgehen, dass man sich bei der Vorbereitung des Interviewleitfadens genaue Gedanken darüber gemacht hat, was für die Stelle wichtig ist.

 

Multimodales Bewerbungsgespräch:

Auch bei dieser Technik werden vorbereitete Vorstellungsgesprächs-Leitfäden verwendet, die aus den stellenbezogenen Anforderungsprofilen abgeleitet worden sind. Der Interviewer hat jedoch die Freiheit, im Interview auf individuelle Besonderheiten einzugehen und diese auszuarbeiten, bevor er wieder zum vorbereiteten Leitfaden als “roten Faden” zurückkehrt. Häufig werden selbstreflektorische Fragen eingesetzt (wie haben Sie sich dabei gefühlt?) und vertiefende Fragen zum Bewerbungsschreiben und zum Lebenslauf, um auch unter die Oberfläche blicken zu können. Diese Vorstellungsgesprächstechnik gehört zur Oberklasse.

 

Und dann gibt es noch die ebenso berüchtigten wie gefürchteten Stressinterviews. Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber.


Was ist ein Stressinterview?

In vielen Fällen ist ein als Stress erlebtes Bewerbungsgespräch in Wirklichkeit gar kein Stressinterview gewesen, sondern man hatte es mit unsicheren Interviewern zu tun, die ihre Unsicherheit hinter ihrer formalen Machtstellung im Vorstellungsgespräch verbergen wollten. Ein solcher Missbrauch der Machtposition von Interviewern kann durch unsere auf den nächsten Seiten vorgestellten Tipps und Tricks zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch aufgefangen oder mitunter von vornherein ganz ausgeschlossen werden.

Ein echtes Stressinterview ist in der Regel gar nicht über die gesamte Gesprächsdauer stressig, sondern nur in ganz bestimmten, einzelnen Momenten. Stellen Sie sich ein Vorstellungsgespräch wie ein Spiel vor. Die eine Seite versucht etwas vorzuspielen, die Wahrheit zu beschönigen und negative Aspekte zu verdecken. Die andere Seite versucht die kleinen Täuschungsmanöver zu erkennen und die Wahrheit ans Tageslicht zu befördern. Dazu dient der unerwartete Augenblick des Stresses. Wenn es gelingt, den Bewerber durch eine unangenehme Frage oder eine gezielte Provokation in eine akute Stresssituation zu bringen (Ohrenrauschen), verhindern die einsetzenden physiologischen Vorgänge für mehrere Sekunden, dass der Bewerber klare, überlegte Gedanken fassen kann. Direkt im Anschluss an die ausgelöste Stresssituation wird die Frage gestellt, auf deren wahrheitsgemäße Beantwortung es dem Interviewer eigentlich ankommt und die selber gar keinen Stress auslösen muss. Aber das Gehirn des Bewerbers ist ja noch mit Stresshormonen überflutet. Es wird ihm in den nächsten Sekunden kaum gelingen, sich eine plausible Verschleierung der Wahrheit einfallen zu lassen und diese dann auch noch glaubhaft vorzutragen. Der Interviewer erfährt die Wahrheit und hat das „Spiel“ gewonnen! Oder?

 

Wie reagiert man auf Stressfragen am besten?

Aus der Beschreibung des Vorganges können Sie schon die richtige Reaktion für den Bewerber erkennen: sich Zeit lassen! Überbrücken Sie die Sekunden des Stressmomentes, indem Sie nicht sofort auf die nachgeschobene Frage antworten. Gewinnen Sie Zeit: Denken Sie ein paar Sekunden in aller Ruhe nach, bevor Sie langsam und mit Bedacht antworten. Bitten Sie den Interviewer um die Wiederholung seiner letzten Frage (!) oder fassen Sie die letzte Frage selber langsam und rückfragend zusammen: "... habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie von mir wissen möchten,..." So kommen Sie aus den gefährlichen Stresssekunden sicher heraus, gewinnen Ihren klaren Verstand zurück und können überlegt und vielleicht sogar überlegen antworten. Der Stress-Trick verliert schnell seine Wirkung und der Interviewer wird wahrscheinlich im weiteren Bewerbungs-Interview ganz auf seine bei Ihnen nicht funktionierende Technik verzichten.

 

Grundsätzliches

Bei aller Unterschiedlichkeit der Vorstellungsgesprächsstile geht es bei den Interviews schwerpunktmäßig darum, Sie als Person kennenzulernen. Die Fakten aus der schriftlichen Bewerbung und dem Lebenslauf sind grundsätzlich akzeptiert - anderenfalls hätten man Sie gar nicht eingeladen. In diesen Punkten brauchen Sie also keine Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. Dennoch wird man Sie auf die schon bekannten Fakten ansprechen, typischerweise Sie zu Beginn des Bewerbungsgesprächs Ihren Lebenslauf erzählen lassen, denn man möchte Sie reden lassen, um zu hören und zu sehen, was für ein Mensch Sie sind, wie Sie sich verhalten, wie Sie sich verkaufen und auf schwierige Fragen reagieren. Es sind viele der schwer fassbaren “weichen Faktoren” (Belastbarkeit, Motivation, Anpassungsfähigkeit, Eigeninitiative, Teamfähigkeit, emotionale Intelligenz, Führungstalent, Kommunikationsfähigkeit, Eloquenz ...) – die sogenannten “Soft Skills” – wie auch die passende “Chemie”, die man im Vorstellungsgespräch klären möchte.

 

Nächste Seite: Häufige Fragen und Antworten zu Vorstellungsgesprächen


Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?

Ein typisches Bewerbungsgespräch für eine Position mittleren Anforderungsprofils dauert meist nicht viel länger als eine Stunde. Für einfache Tätigkeiten reichen auch schon mal nur 30 Minuten aus, während Vorstellungsgespräche für gehobene Fach- und Führungspositionen ohne weiteres zwei Stunden oder länger dauer können.

 

Outfit: Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an?

Für Männer ist im Allgemeinen der Anzug oder eine Anzug-Kombination mit geschlossenem, langärmligem, weißem Hemd und passender, nicht übertrieben bunter Krawatte am unverfänglichsten. Bei speziellen Branchen, z.B. im Kreativbereich, darf man natürlich auch etwas an die dortigen Gepflogenheiten angepassteres anziehen. 

Für Frauen empfiehlt sich zumeist z.B. ein klassisches Kostüm, das sowohl feminin, als auch business-like aussieht. Aber auch maskulinere Business-Anzüge können für Frauen - nicht nur bei Bewerbungen um Führungs- und Managementpositionen - geeignet sein.

Unabhängig vom Geschlecht sollte der Auftritt in jedem Falle gediegen und gepflegt, nicht übertrieben, aber auch nicht alltäglich aussehen. 

 

Wie lange beträgt die Wartezeit nach einem Vorstellungsgespräch, bis das Ergebnis mitgeteilt wird?

Die zu voraussichtliche Wartezeit lässt sich nicht verallgemeinern. In aller Regel können Sie aber davon ausgehen, dass Sie am selben Tag des Bewerbungsgesprächs kein Ergebnis erfahren werden.  

Falls es sich bei einer Folge von Vorstellungsgesprächen bei demselben Arbeitgeber um das letzte Gespräch handelt, also um das eigentliche Einstellungsgespräch, wird die Entscheidung zumeist schnell fallen, weil es keine oder kaum noch andere Mit-Bewerber um die freie Stelle im Bewerbungsauswahlverfahren gibt. Oft erhält man die Entscheidung schon am folgenden Tag oder binnen weniger Tage.

Hat Ihr Gespräch jedoch in einer frühen Phase und in der ersten Runde der Bewerbungsgespräche stattgefunden, kann es durchaus mehrere Wochen dauern, bis alle Vorstellungsgespräche durchgeführt, im Vergleich zueinander ausgewertet wurden und schließlich die Ergebnisse den Bewerbern mitgeteilt werden.

 

Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sollte man zunächst genau wissen, was alles auf die Bewertung der Interviewer Einfluss haben kann.

Dazu gehören natürlich die Fragen, die in Vorstellungsgesprächen typischerweise gestellt werden. Darüber erfahren Sie mehr auf der nächsten Seite.

Doch es gibt auch unterschwellige Möglichkeiten, bestimmte Schwächen im Auswahlverfahren für sich zu nutzen. Welche Schwächen das sind und was Sie tun und wie sich sich darauf vorbereiten können, um sie zu nutzen, das erfahren Sie auf den darauf folgenden Seiten.

 

>> Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

 

 

Fragen und Antworten zu Motivationen und Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, Erfahrungen, Erfolgen und mehr

Vorstellungsgespräch Fragen und Antworten

 

Welche Fragen werden häufig beim Vorstellungsgespräch gestellt? Was ist wichtig?

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung häufiger oder typischer Fragen und wo möglich passender Antworten in Vorstellungsgesprächen.

Natürlich kann es sich dabei um keine abschließende Liste handeln. Die Anzahl möglicher Fragen ist im Vorstellungsgespräch schier unbegrenzt. Aber Sie können an diesen typischen Fragen schon sehr gut erkennen, dass man im Vorstellungsgespräch nicht einfach alles aus dem Stegreif beantworten kann. Nehmen Sie daher das Vorstellungsgespräch wirklich ernst und bereiten Sie sich auf die typischsten Fragen gründlich vor.

Ohne gründliche Vorbereitung auf die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch, ohne vertiefte Informationen und ohne diese ebenso vertieft reflektiert zu haben, sind Ihre Chancen im Vorstellungsgespräch eher gering.

Noch mehr Beispiele für Fragen und Antworten im Bewerbungsgespräch finden Sie in den Buchtipps im unteren Werbebereich dieser Seite. Um diese angezeigt zu bekommen, müssen eventuelle Ad-Blocker sowie Blockierfunktionen Ihres Browsers ausgeschaltet sein. 

 

Fragen und Antworten


Fragen zum Werdegang anhand Ihres Lebenslaufs

Alternative zur Darstellung Ihres Lebenslaufs: "Erzählen Sie uns bitte, wovon Sie meinen, dass wir es über Sie wissen sollten." Bereiten Sie sich auf eine solche Frage im Vorstellungsgespräch vor!

Was hat Ihnen an Ihrer letzten Tätigkeit besonders gefallen?

Wie erfolgreich waren Sie auf der Stelle?
Antworten Sie nicht nur „sehr erfolgreich“. Wenn Sie überdurchschnittlich erfolgreich waren, sollten Sie das im Vorstellungsgespräch belegen können oder zumindest anhand einer Geschichte (was Sie dafür wie gemacht haben) plausibel antworten können.  

Warum wurde / haben Sie das Beschäftigungsverhältnis beendet?

Warum wurden Sie gekündigt?

Warum waren Sie so lange arbeitslos? Was haben Sie alles dagegen unternommen?

Beschreiben Sie uns ein Problem, das Sie … hatten und wie Sie es gelöst haben.

Auf solche Fragen zum persönlichen Lebenslauf lassen sich keine allgemeingültigen Antworten vorgeben. Die möglichen Antworten liegen alleine in Ihrer persönlichen Vita. Wägen Sie ab, was Sie sagen und wie Sie es sagen.

Lügen Sie nicht. Auch wenn Sie glauben, dass die Interviewer die Wahrheit nicht überprüfen können - doch, sie können. Lügner verhalten sich unbewusst auffällig. Interviewer bemerken das auch am Detail aufgrund ihrer großen Erfahrung aus hunderten oder tausenden anderer Vorstellungsgesprächen. Und Lügen lassen sich leicht aufdecken, z.B. indem man zur erfundenen Antwort vertiefende Fragen stellt, auf die dann keine oder keine schlüssigen Antworten mehr möglich sind. Und es reicht der Zweifel. Interviewer brauchen niemandem etwas zu beweisen. Glauben sie Ihren Aussagen nicht, sind Sie aus dem Spiel.

Aber es gilt wie vor Gericht - Sie müssen sich auch nicht selbst belasten. Jede Situation lässt sich aus positiver oder negativer Sicht darstellen, so wie ein und dasselbe Glas als halb gefüllt oder als halb geleert verstanden werden kann. Überlegen Sie sich auch für unangenehme Fragen Antworten aus positiver Sicht, ohne dabei die Wahrheit zu beugen. Dann behalten Sie ein gutes Gewissen und können damit viel glaubwürdiger antworten. Denn es ist ja die Wahrheit, die man auch so sehen kann. 

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Fragen zur beworbenen Position

Warum haben Sie sich um diese Stelle beworben?
Hoffentlich nicht nur, weil Sie einen Job brauchen, sondern… Hier ist im Vorstellungsgespräch Ihre darüber hinausgehende Motivation für die Stelle gefragt. Antworten Sie entsprechend!

Was zeichnet nach Ihrer Ansicht einen geeigneten Bewerber für diese Stelle aus?
Warum?
Haben Sie sich mit den Anforderungen der Stelle wirklich auseinandergesetzt? In welchem Maße ähneln Sie dem „geeigneten Bewerber“? Antworten Sie darauf im Vorstellungsgespräch überzeugend!

Mit welchen Ihrer Qualitäten wollen Sie sich in die Position einbringen?
Fragen dieser Art kann man im Vorstellungsgespräch kaum beantworten, wenn man sich nicht grundsätzlich mit sich selbst beschäftigt hat. Denken Sie über sich nach! Welche Eigenschaften zeichnen Sie besonders aus? Auf welche Weise nutzen diese Eigenschaften in der neuen Tätigkeit?

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Fragen zur Person, der Persönlichkeit und ihren Ausprägungen im Hinblick auf die beworbene Stelle

Was sind Ihre drei ausgeprägtesten Stärken und wie haben sie sich in Ihrem Leben bereits ausgewirkt?
Eine der häufigsten Fragen in Vorstellungsgesprächen. Legen Sie sich dafür gute Antworten zurecht und belegen Sie sie durch Beispiele!

Was sind Ihre drei ausgeprägtesten Schwächen und wie gehen Sie damit um?
Das ist der zweite Teil der vorangegangenen Frage. Beide Fragen werden meist zusammen gestellt. Auch auf diese klassische Vorstellungsgesprächsfrage sollten sie drei glaubhafte Antworten vorbereiten! Die häufige gehörte Antwort „Ich habe keine Schwächen“ wäre eine der schlechtesten Antworten darauf. Denn das glaubt Ihnen im Vorstellungsgespräch ganz gewiss niemand.

Wie werden Sie von Arbeitskollegen / Bekannten / Vorgesetzten beschrieben?

Was motiviert Sie?
Fragen dieser Art beantworten Sie z.B. mit Erfolg, Herausforderungen zu meistern, o.ä.

Was war Ihr größter Erfolg? Wodurch haben Sie ihn errungen?

Was war Ihre größte Niederlage? Wie sind Sie damit umgegangen und welche Konsequenzen haben Sie daraus gezogen?

In welcher Hinsicht möchten Sie sich noch weiterentwickeln?
Antworten Sie nicht mit der Basisanforderung für die Stelle. Antworten Sie besser mit etwas, was Sie in dem konkreten Job weiterbringen würde.

Wie gehen Sie mit zu knapper Zeit für Ihre Aufgaben um?
Antworten Sie: Prioritäten setzen! Wichtiges und dringendes: zuerst. Nicht dringendes: später, wenn es mehr Zeit gibt. Unwichtiges zurückstellen.

Arbeiten Sie lieber alleine oder im Team? Warum?
Ihre Antworten auf solche Fragen sollten natürlich nicht im Widerspruch zu der Arbeitsweise auf der neuen Stelle stehen.

Wie verhalten Sie sich bei Kritik?
Gute Antworten auf Fragen dieser Art nehmen konstruktive Kritik an und setzen sie um.

Was erwarten Sie von Ihrem Vorgesetzten?
Antworten Sie im Vorstellungsgespräch, seine Anweisungen befolgen zu wollen. Erwarten Sie von ihm aber auch Anerkennung für besondere Leistungen.

Was tun Sie, um Ihr Wissen / Können angesichts neuer Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten?
Man wird Ihnen im Vorstellungsgespräch solche Fragen stellen, um die Ausprägung Ihrer Eigeninitiative einschätzen zu können. Daher: bilden Sie sich aus eigener Initiative weiter (z.B. Fachbücher), nicht nur dann, wenn Ihr Arbeitgeber es Ihnen anträgt und antworten Sie entsprechend.

Wie priorisieren Sie Ihre Arbeit?
Eine ähnliche Vorstellungsgesprächsfrage, wie die mit der knappen Zeit. Antworten Sie daher entsprechend: Wichtig und dringend: zuerst. Nicht dringend: später, wenn es mehr Zeit gibt. Unwichtiges zurückstellen.

Worauf sind Sie stolz?
Wer auf eine solche Frage im Vorstellungsgespräch klar macht, dass er auf etwas stolz ist, hat wahrscheinlich ein positives Selbstwertgefühl und das weiß ein Arbeitgeber zu schätzen.

Wie sollte Ihr Arbeitsumfeld idealerweise ausgeprägt sein?
Bleiben Sie mit Ihren Antworten auf dem Boden. Ihre Beschreibung sollte dem Arbeitsumfeld der beworbenen Tätigkeit möglichst ähneln.

Wo sehen Sie sie sich beruflich in x (x = meist 3, 5 oder 10) Jahren?
Antworten Sie mit einer klaren Vorstellung von Ihrer gewünschten beruflichen Weiterentwicklung (Karrierewunsch). Das lässt eine motivierte und engagierte Arbeitsweise erwarten, die ja nötig ist, um dorthin zu gelangen.

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Fragen zum Unternehmen

Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Informieren Sie sich!!! Auf der Unternehmenshomepage finden Sie hierfür alles, was Sie dafür brauchen und damit sollten Sie im Vorstellungsgespräch antworten können.

Was interessiert Sie an unserem Unternehmen?

Was hat auf der Homepage unseres Unternehmens Ihre besondere Aufmerksamkeit geweckt?

Warum glauben Sie, dass wir der richtige Arbeitgeber für Sie sind?
Beziehen Sie Ihre Antworten auf die Positionierung der Firma (z.B. guter Name, solides Familienunternehmen, Global Player, Innovationsführer, …) und auf Ihre tatsächlichen Anforderungen an das Unternehmen (z.B. langfristige Perspektive, interne Weiterentwicklungs-Chancen, …)

Wie bewerten Sie die (wirtschaftliche) Entwicklung unserer Branche / unseres Wirkungsbereichs in den kommenden Jahren?
Wer mehr als nur einen Job will, d.h. an der Stelle wirklich interessiert ist, der interessiert und informiert sich auch über das Umfeld der Stelle. Mit guten Antworten können Sie im Vorstellungsgespräch punkten.

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Abschließende Fragen

Welche Hobbies / Interessen / Aktivitäten pflegen Sie?
Auf die Standardantwort "Lesen" folgt oft die Nachfrage: Welches Buch haben Sie in zuletzt gelesen? Auf vertiefende Fragen zum Inhalt des Buches sollten Sie natürlich gut antworten können.

Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
Eine der beliebtesten Abschlussfragen sowohl im Vorstellungsgespräch, als auch im Telefoninterview. Hier ist wieder gefragt, welche besonderen Qualitäten Sie haben, die für die Stelle ebenso besonders geeignet sind. Denken Sie über sich sowie über die Anforderungen der Stelle gründlich nach. Substanzlose Antworten („weil ich der Beste bin“) sind hier nicht gefragt.

Welche Fragen haben Sie an uns?
Haben Sie Fragen! Wer im Vorstellungsgespräch keine Fragen hat, erweist sich als nicht wirklich interessiert.

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Diese Auswahl der häufigen und typischen Fragen im Vorstellungsgespräch passt überwiegend für Stellen mit einem mittleren bis leicht überdurchschnittlichen Anforderungsniveau.

Sie werden im Vorstellungsgespräch durch fach- und branchenspezifische Fragen ergänzt, die hier wegen ihrer möglichen Vielfalt natürlich nicht abbildbar sind.

Spezifische Vorstellungsgesprächsfragen für Führungs- und Managementpositionen wurden hier nicht aufgeführt. Abgesehen von Fragen zu den Führungs-, bzw. Managementprinzipien und dem Führungs-, bzw. Managementstil, ist es verbreitet, vor allem konkrete Problemszenarien durchzuspielen (wie würden Sie die folgende Situation … lösen?) oder Ihr Verhalten in tatsächlichen zurückliegenden Problemsituationen zu analysieren und zu diskutieren. Solche Vorstellungsgesprächsfragen bilden eine Brücke zu den Aufgaben im Assessment Center, dem Auswahlverfahren welches gerade bei Führungs- und Managementbewerbungen häufig eingesetzt wird.

In Vorstellungsgesprächen für Stellen mit geringen Anforderungen werden die Fragen nicht so tiefgründig sein. Dort zählen vor allem grundsätzliche Befähigung, Fleiß, Zuverlässigkeit und ordentliches Verhalten. Antworten Sie entsprechend!

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>> Sympathie im Vorstellungsgespräch

Was muss man für ein Vorstellungsgespräch wissen?

Der Interviewer versucht also im Vorstellungsgespräch Ihre Soft-Skills zu beurteilen. Doch wie kann er das anstellen? Mit Fragen wie “Sind Sie teamfähig?” sicherlich kaum. Wer wird da schon nein sagen. Etwas besser ist bereits die Aufforderung “Beschreiben Sie mir eine Situation, in der Ihre Teamfähigkeit besonders gefordert war! Wie haben Sie sich dabei verhalten?” oder “Wie würden Sie sich verhalten, wenn ...?” Aber mit ein wenig Fantasie lassen sich auch hierfür im Vorstellungsgespräch idealisierte Antworten finden, die dem Interviewer nur sagen, was er hören will oder soll.

 

Wie wird man im Vorstellungsgespräch beurteilt?

Von Interviewern hört man hinter vorgehaltener Hand immer wieder Aussagen, wie:

Nach drei Minuten im Vorstellungsgespräch weiß man eigentlich schon, ob ein Bewerber passt oder nicht.”

 

Was muss man für ein Bewerbungsgespräch wissen?

Und genau in diesen drei Minuten des Vorstellungsgesprächs entscheidet vor allem der Bauch. Nach der einleitenden Bauchentscheidung werden alle weiteren Eindrücke an der ersten Bauchbewertung gemessen, wobei auch hier gilt: Menschen neigen dazu, nach Bestätigungen für ihre bereits gefällte Bewertung zu suchen. Und das gilt ganz besonders auch im Vorstellungsgespräch.

Hierin liegen typische Schwächen der Interviewer, die Sie für sich nutzen können:


Worauf beruht diese Bauchentscheidung der ersten Minuten im Vorstellungsgespräch?

Zunächst einmal auf Sympathie oder Antipathie.

 

Sympathie im Vorstellungsgespräch

Sympathische Bewerber werden im Vorstellungsgespräch positiver bewertet, als weniger sympathische Bewerber. Sympathische Bewerber empfindet der Interviewer zudem als sich selbst ähnlicher.

Der Sympathie-Effekt trägt sogar einen Namen: Man bezeichnet ihn als “Pygmalion-Effekt”. Der antike Steinhauer Pygmalion verliebte sich (Sympathie) in eine selbst geschaffene Skulptur (unterstellte positive Eigenschaften) so sehr, dass er sie schließlich zum Leben erweckte (Sie bekommen den Job!).

Ein weiterer, nutzbarer Aspekt bei der Bauchentscheidung im Vorstellungsgespräch ist die sogenannte “Typfestlegung”. Interviewer neigen dazu, sich ein Bild von dem idealen Bewerber modellhaft auszumalen. Sie sehen förmlich vor sich, wie ein guter Bewerber im Vorstellungsgespräch aussehen sollte und wie er sich verhält. In den ersten Sekunden Ihres Kennenlernens werden Sie dann unwillkürlich mit diesem Bild – Sie können auch sagen mit dieser Schablone – verglichen. Die schnellen Urteile heißen entsprechend “passt” oder “passt nicht”.

Auch in diesem Bereich lässt sich im Vorstellungsgespräch stets eine Menge machen.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Quellen für Beurteilungsfehler im Vorstellungsgespräch, aber wir wollen uns hier auf solche beschränken, aus denen Sie selbst aktiv Vorteile ziehen können.

Lesen Sie im Folgenden wie Sie im Vorstellungsgespräch unterschwellig wirksame, positive Signale einsetzen und für Ihren Erfolg nutzen können.

>> So punkten Sie im Bewerbungsgespräch! Tricks und Kniffe zum Überzeugen

Wie man sich im Vorstellungsgespräch überzeugender verhält

<< Sympathie im Vorstellungsgespräch

bewerbungsgespräch tricks kniffeWirken Sie im Bewerbungsgespräch sympathisch!

Hierbei ist in erster Linie Ihr Denken gefragt. Solange Sie Angst haben, man könne im Bewerbungsgespräch mit Ihren Qualifikationen nicht zufrieden sein oder man würde Ihnen unangenehme Fragen stellen, werden Sie sich nur verkrampfen und das Ebenbild eines wenig sympathischen und wenig überzeugenden Menschen abgeben.

Stellen Sie sich vielmehr darauf ein, Ihr Gegenüber menschlich für sich gewinnen zu wollen. Damit können Sie punkten!

Wenn das einfacher gesagt als getan ist, versuchen Sie es mit einigen leicht erlernbaren Techniken, die einen sympathischen Eindruck begünstigen.


Schauen Sie Ihrem Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch offen und freundlich direkt in die Augen. Vermeiden Sie dabei, Ihn anstarren, sondern versuchen Sie, etwas Bewegung in Ihre Mimik zu bringen.


Bestätigen Sie Ihn im Bewerbungsgespräch durch Kopfnicken und freundliche Anmerkungen.


“Zaubern” Sie im Bewerbungsgespräch positive Ausstrahlung auf Ihr Gesicht und Glanz in Ihre Augen. Das klingt etwas abgehoben, nicht wahr? Aber es funktioniert - und zwar ganz einfach: Versuchen Sie, mit Ihrem ganzen Gesicht zu lächeln, ohne aber dass Sie Ihre Mundwinkel dazu verwenden. Sie erhalten dadurch einen positiven, sympathischen Gesichtsausdruck ohne gekünstelt zu wirken. Je öfter Sie das üben, desto besser wird es Ihnen gelingen. Testen Sie Ihre Wirkung dabei in der Öffentlichkeit. Sie werden bald merken, wie viele sympathische Blicke Sie selbst im Vorbeigehen auf sich ziehen werden


Imitieren Sie den Wunschbewerber-Typ!

Die Anforderungen an verschiedene Stellen und Positionen sind natürlich unterschiedlich. Dennoch gibt es eine Reihe von wünschenswerten Eigenschaften, die kaum ein Personaler missen wollte.

Dazu gehören Eigenschaften wie

  • Offenheit
  • Motivation
  • Initiative
  • Sicherheit.

Wenn Sie diese Inhalte im Bewerbungsgespräch sichtbar verkörpern, haben Sie gute Chancen, in die innere Schablone des Bewerters zu passen. Wie Sie damit überzeugend punkten können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.



Offenheit signalisieren Sie im Bewerbungsgespräch am besten mit dem schon oben empfohlenen offenen, freundlichen Blick ins Gesicht des Gesprächspartners. Wenn Ihnen das schwerfällt, trainieren Sie es zuvor im Alltag mit beliebigen Personen.

Ein weiteres starkes Signal für Offenheit ist Ihre Arm- und Handhaltung. Verschränken Sie im Bewerbungsgespräch ihre Arme nicht und falten Sie Ihre Hände nicht. Legen Sie Ihre Hände etwa schulterweit auseinander offen auf den Besprechungstisch - oder wenn das nicht geht, zumindest gut sichtbar für den Gesprächspartner ab. Versteckte Hände unter dem Tisch signalisieren, dass man etwas verbergen möchte. Auch wenn Sie sich dabei komisch fühlen – Sie wirken im Bewerbungsgespräch ungleich besser und überzeugender. Benutzen Sie Ihre Hände zur unterstreichenden Gestikulation und legen Sie sie anschließend wieder auf den Tisch zurück.


Motivation und Initiative können Sie im Bewerbungsgespräch ebenfalls durch ihre Körperhaltung signalisieren. Lehnen Sie sich nicht zurück, versuchen Sie nicht lässig zu wirken und Männer schlagen die Beine nicht übereinander. Ein motivierter, tatendurstiger Mensch sitzt aufrecht, den Oberkörper leicht vorgebeugt, ohne Kontakt zur Rückenlehne (wenn das möglich ist). So wirken Sie im Bewerbungsgespräch, als ob Sie unmittelbar bereit sind aufzustehen und anzupacken – und das wirkt auch überzeugend bei einer Bewerbung um sitzende Tätigkeiten.


Sicherheit wird im Bewerbungsgespräch durch die oben genannten Signale bereits mitsignalisiert. Doch auch weitere Signale sind wichtig. Hier punkten Sie in erster Linie mit Stimme und Sprache.

Sprechen Sie

  • etwas lauter als normal,
  • etwas langsamer als normal und
  • etwas betonter als normal.

Männer wirken im Bewerbungsgespräch übrigens mit einer etwas tiefer angesetzten Stimme – ohne dabei in Stimmnot zu geraten – überzeugender und vertrauenswürdiger. Es ist der “Brustton der Überzeugung” der sogar sprichwörtliche Bedeutung hat. Männer verwenden diese Sprache und Stimme beim Flirt übrigens unwillkürlich – nur mit dem Unterschied, dass beim Flirt die Lautstärke eher etwas abgesenkt wird.

Sie können Ihr Gefühl der Sicherheit im Bewerbungsgespräch wie auch Ihren Ausdruck der Sicherheit mit Hilfe Ihrer Körperhaltung unterstützen. Stellen Sie beide Füße mit jeweils der ganzen Auftrittsfläche auf den Fußboden. Oberschenkel und Unterschenkel sollten dabei einem rechten Winkel möglichst nahe kommen. Sie schaffen und fühlen so mehr Stabilität für die ganze oben empfohlene Sitzhaltung. Und dieses Gefühl erhöhter Stabilität wirkt sich auf Ihr Sicherheitsgefühl im Bewerbungsgespräch und damit auf Ihre Sicherheits-Signale aus. Auch Sprache und Stimme werden so positiv beeinflusst – wahrscheinlich für Sie unmerklich aber für Ihren Gesprächspartner unterschwellig wahrnehmbar. Und manche Personaler achten im Bewerbungsgespräch auch gezielt auf Ihre Körper- und Beinhaltung. Seien Sie sich dessen stets bewusst!

Und es gibt noch einen weiteren wichtigen Einflussfaktor im Bewerbungsgespräch, der meist unbewußt aber wirkungsvoll mitschwingt. Erfahren Sie auf der folgenden Seite mehr darüber.



Steigern Sie Ihre Attraktivität!

Obwohl es für die meisten Jobs keine Rolle spielen sollte, gibt es doch eine sehr menschliche Neigung, attraktive Personen grundsätzlich positiver zu bewerten. Machen Sie sich das zunutze und versuchen Sie Ihre Attraktivität für das Bewerbungsgespräch zu steigern.

Wo Ihre Möglichkeiten dazu liegen, müssen Sie natürlich für sich selbst herausfinden – am besten schon vor dem Gang zum Fotografen für das Bewerbungsfoto. Wichtig ist, dass Sie sich über die Bedeutung des Aussehens im Bewerbungsgespräch bewusst sind und sich auf dieser Grundlage gezielt Gedanken machen. Denken Sie dabei an alles Äußere wie Kleidung, Haare, Duft, dezente Bräunung, etc. Alle diese Aspekte sind letztlich auch Bestandteil ihrer persönlichen Körpersprache.

Ihr Outfit im Bewerbungsgespräch sollte der Position und Ihrem Bewerbungsfoto im Lebenslauf entsprechen. Damit ist allerdings nicht der “Blaumann” gemeint. Überlegen Sie sich, wie Sie sich für ein wirklich besonderes Ereignis in der Firma kleiden würden. Das ist dann zumeist auch die richtige Bekleidung für das Vorstellungsgespräch.

Und noch ein Tipp für Frauen im Bewerbungsgespräch: Wenn Sie sich um eine männlich dominierte Position oder eine Führungsposition bewerben, wirkt ein Männerparfüm Untersuchungen zufolge überzeugender, weil Ihnen wohl unterschwellig "männliche" Fähigkeiten zugesprochen werden.

Insgesamt gilt aber für Männer wie für Frauen im Bewerbungsgespräch:

  • Knoblauch und Körpergeruch sind im Bewerbungsgespräch Sympathie-Killer
  • Verwenden Sie Duftwässer zum Bewerbungsgespräch nicht oder nur sehr dezent

Zu starke Parfümierung wirkt bei beiden Geschlechtern im Bewerbungsgespräch unangemessen aufdringlich damit unsympathisch.

>> Online Vorstellungsgespräch per Web Live Video Konferenz

Sind Sie WebCam-sicher?

Zunehmend werden von Unternehmen Online Bewerbungsgespräche per WebCam angeboten. Insbesondere wenn längere Anfahrten zum Veranstaltungsort der Bewerbungsgespräche nötig wären, ist diese Online-Möglichkeit eine Zeit und Kosten sparende Alternative.

Online BewerbungsgesprächWas sollten Sie dabei beachten?

Online Bewerbungsgespräche nehmen eine Stellung zwischen Telefoninterviews und persönlichen Vorstellungsgesprächen ein. Deshalb sollten Sie beide Kapitel dieser WebSite bereits gründlich gelesen haben!

Anders als in einem Bewerbungsgespräch am Telefon zählen bei einem Online Bewerbungsgespräch nicht nur Stimme, Sprache und Inhalt, sondern auch Ihr optischer Eindruck auf dem Monitor – sowie der optische Eindruck Ihrer Umgebung (!).

Anders als bei einem persönlichen Bewerbungsgespräch wird von Ihnen im Online Bewerbungsgespräch nur ein begrenzter Ausschnitt wahrgenommen, der durch eine kleine Linse an Ihrem Monitor erfasst wird. Auch wenn Sie sich beim Online Bewerbungsgespräch gegenseitig auf dem Monitor sehen, schauen Sich während des Bewerbungsgesprächs nicht direkt an, sondern kommunizieren mit der besagten optische Linse.

Aus diesen Besonderheiten ergibt sich eine ganze Reihe von Aspekten, die Sie bei Online Bewerbungsgesprächen berücksichtigen sollten, um auch auf diesem Weg den bestmöglichen Eindruck zu machen.

 

Auf der folgenden Seite: Position und Sichtbereich im Online Bewerbungsgespräch


Position und Sichtbereich im Online Bewerbungsgespräch

Achten Sie darauf, was Ihr Bewerbungsgesprächspartner außer Ihnen sonst noch auf seinem Monitor sehen wird.
Das Online Bewerbungsgespräch eröffnet dem Interviewer einen Einblick in Ihr privates Reich. Aus dem, was er sieht (Art der Einrichtung, Qualität der Einrichtung, Einrichtungsstil, was auf den Regalen und in den Fächern steht, Ordnung oder Unordnung, Haustiere, Mitbewohner, etc.) wird er bewusst oder unbewusst ergänzende Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen. Prüfen Sie daher vorher an verschiedenen Standorten, was der Bewerbungsgesprächspartner sehen kann und (nicht) sehen soll. Räumen Sie auf und entfernen Sie alles aus dem Blickfeld des Kameraobjektivs, was einem guten und professionellen Eindruck im Online Bewerbungsgespräch entgegenstehen könnte.

 

Wählen Sie eine günstige Sitzposition für das Online Bewerbungsgespräch.

Sie sollten – wie in einem richtigen Bewerbungsgespräch – aufrecht sitzen und geradeaus schauen, anstatt sich zu einer zu niedrig positionierten Online Kamera vor- und herunterbeugen zu müssen. Das sähe im Online Bewerbungsgespräch ganz übel aus. Ihre Hände sollten frei sein, d.h. wenn Sie das Online Bewerbungsgespräch über einen Tablet-Rechner oder ein Smartphone führen müssen (nicht zu empfehlen!), halten Sie es wenigstens nicht in der Hand, wie bei einem Selfie. Finden Sie eine Möglichkeit, auch solch einen Rechner aufrecht und stabil zu fixieren.

 

Rücken Sie für das Online Bewerbungsgespräch von der WebCam ab.

WebCam-Optiken sind Weitwinkelobjektive, d.h. sie sind so konstruiert, dass sie einen möglichst großen Blickwinkel erfassen. Eine Besonderheit von Weitwinkelobjektiven ist deren perspektivische Verzerrung. Je näher ein Objekt (oder ein Subjekt, also Sie) der Linse ist, desto stärker wirkt sich die Verzerrung aus. Sie haben das sicher schon einmal gesehen: groteske Gesichter, die dicht vor einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurden. Mit übergroßer Nase und Eierkopf wollen Sie sicherlich nicht von dem Interviewpartner im Online Bewerbungsgespräch gesehen werden. Die einzig wirksame Maßnahme bei einer Weitwinkeloptik ist es, auf Abstand zu gehen. Je weiter Sie von der Online Kamera entfernt sind, desto weniger verzerrt werden Sie erfasst und abgebildet. Lieber soll der Online Bewerbungsgesprächspartner die Vergrößerung auf seinem Monitor erhöhen, als dass Sie näher an die Kamera heranrücken.

 

Auf der folgenden Seite: Licht und Schatten im Online Bewerbungsgespräch.


Licht und Schatten im Online Bewerbungsgespräch

Wie ist der Lichteinfall an Ihrem gewählten Standort? Ist die Lichtquelle groß (z.B. helles Fenster) oder klein (z.B. LED-Lampe). Ist die Lichtquelle weiter entfernt oder steht Sie dicht bei Ihnen? Aus welcher Richtung kommt das Licht? Über die Auswirkungen eine kleine Licht und Schattenkunde:

  • Kleine Lichtquellen (Lichtpunkte) werfen harte, dunkle Schatten, die Ihr Gesicht unsympathisch hart erscheinen lassen.
  • Große Lichtquellen (leuchtende oder helle Flächen) erzeugen weiches Lichtund weichen Schatten, was Sie günstiger wirken lässt.
  • Direktes Licht (auf Sie gerichtete Glühbirne oder direkt auf Sie einfallendes Sonnenlicht) blendet und führt zu einem verkniffenen Gesichtsausdruck.
  • Indirektes Licht (z.B. von Wänden reflektiert, Tageslicht bei hell bedecktem Himmel) modelliert Ihre Gesichtszüge vorteilhaft.
  • Je dichter eine Lichtquelle, desto ungleichmäßiger leuchtet sie Sie aus. Die Teile von Ihnen, die der Lichtquelle am nächsten sind, werden zu hell und die entfernteren zu dunkel wiedergegeben. Eine gleichmäßigere Ausleuchtung erreichen Sie durch einen größeren Abstand von der Lichtquelle.
  • Lichteinfall direkt von vorne leuchtet das gesamte Gesicht aus. Wenn aber gar keine Schatten entstehen, wirkt das Gesicht flach und ausdrucksarm („Pfannkuchen-Gesicht").
  • Ein Lichteinfall von hinten (z.B. Fenster im Rücken) signalisiert der Kamera zu viel Helligkeit, weil das Licht dann direkt in die WebCam leuchtet. Das Bild wird deshalb automatisch abgedunkelt, was dazu führt, dass die Lichtquelle zwar gut dargestellt wird, Sie aber völlig zu dunkel, so dass man Sie kaum noch erkennen kann (Silhouetten-Effekt).
  • Tageslicht, wenn es nicht durch eine farbige Gardine getönt oder von einer farbigen Wand reflektiert wird, gibt Ihre Hauttöne am natürlichsten wieder.
  • Kunstlicht weicht in seiner Farbe mehr oder weniger vom Tageslicht ab.
    • Klassische Glühlampen (gibt es noch) erzeugen ein gelbliches Licht.
    • Licht von Leuchtstoffröhren wirkt – von einer Kamera aufgenommen – grünlich. Unsere Augen erkennen das nicht, weil sie den Grünstich aus dem Umgebungslicht automatisch herausfiltern. Eine Kamera kann das aber nicht.
    • LED-Licht (kaltfarben) wirkt bläulich.
    • LED-Licht (warmfarben) kommt dem Tageslicht von den aufgeführten Varianten am nächsten.

 

Eine Fülle an Informationen!  

Was wäre nun also für das Online Bewerbungsgespräch empfehlenswert?

Ideal wäre eine großflächige Lichtquelle (Fenster mit weißen Gardinen oder gegen eine weiße Wand gerichtetes Kunstlicht), die schräg von vorne und etwas (aber nicht steil) von oben Ihr Gesicht ausleuchtet (z.B. 45° von der Seite und 45° von oben). Das wird man nicht immer genau hinbekommen (außer Sie hätten ein Fotostudio), aber je ähnlicher, desto besser. Dieser Lichtwinkel gibt Ihrem Gesicht weiches Licht und sanfte Schatten die schon fast einen dreidimensionalen Anblick erzeugen. Die Beleuchtung sollte natürlich (Tageslicht ohne direkt einfallende Sonnenstrahlen) oder warmfarbiges LED-Licht sein.  Wenn Sie etwas schwitzen, wird das Glänzen bei einer Kameraaufnahme besonders betont. Dagegen hilft etwas hautfarbiger Puder, so wie er auch im TV und bei Filmaufnahmen verwendet wird.

 

Auf der folgenden Seite: Verhalten vor der Web Kamera im Online Bewerbungsgespräch.


Verhalten vor der Web Kamera im Online Bewerbungsgespräch

Anders als bei einem persönlichen Bewerbungsgespräch sieht Ihr Gesprächspartner Sie bei einem Online Bewerbungsgespräch verkleinert im Rahmen seines Monitors. Um nicht unruhig zu wirken ist es hier wichtig, ruhig zu sitzen (nicht hin und her rutschen) und nicht zu gestikulieren, d.h. seine Arme ruhig auf der Tischkante oder auf den Oberschenkeln zu belassen. Beobachten Sie einmal Interviewpartner in einer TV-Talkrunde. Die wissen genau, wie sie sich vor einer Kamera verhalten müssen.

Halten Sie Ihre Mimik im Online Bewerbungsgespräch freundlich entspannt und lassen Sie sich nicht zu spontanen Minen hinreißen, z.B. bei unerwarteten Fragen. Auf einem Monitor befindet sich das Gesicht viel stärker in der Aufmerksamkeit des Betrachters, weil die Wahrnehmung darauf beschränkt ist. Gesichtsregungen werden deshalb im Online Bewerbungsgespräch viel deutlicher wahrgenommen.

Beobachten Sie sich während des Online Bewerbungsgesprächs nicht selbst auf dem Monitor und auch nicht dauerhaft Ihren Gesprächspartner. Sobald Sie nicht genau in die Linse der Online Kamera schauen, sieht es auf der anderen Seite so aus, als würden Sie den Bewerbungsgesprächspartner nicht anschauen. Und das käme im Online Bewerbungsgespräch sicher ganz schlecht an.

Sie sehen, um bei einer WebCam-Aufnahme gut „rüberzukommen“, muss man vieles beachten und umsetzen. Kaum jemand wird schon beim ersten Versuch alles richtig machen können. Probieren Sie es daher möglichst vorher aus. Üben Sie Online Bewerbungsgespräche via WebCam als Rollenspiel so oft wie möglich mit Freunden Verwandten und Bekannten und lassen Sie sich Feedback zu Verbesserung geben. Von Mal zu Mal wird es Ihnen besser gelingen, sich beim Online Bewerbungsgespräch kamerageeignet zu verhalten.

>> Assessment Center

Fit im telefonischen Bewerbungsgespräch

Tipps worauf kommt es bei Telefoninterview an

 

Was ist ein Telefoninterview bei einer Bewerbung?

Ein Telefoninterview ist ein meist kurzes Bewerbungs-Vorstellungsgespräch am Telefon.

 

Wozu dienen Telefoninterviews bei der Bewerbung?

Telefoninterviews sind eine Technik der Bewerbervorauswahl. Zumeist dienen sie dazu, eine große Anzahl nach der Bewerbungsunterlage ähnlich geeignet erscheinender Kandidaten auf eine kleinere Auswahl Bewerbungen zu reduzieren, die im Bewerbungsauswahlverfahren weiterkommen soll.

 

Warum Telefoninterview statt Vorstellungsgespräch?

Zumeist ersetzt ein Telefoninterview kein persönliches Vorstellungsgespräch. Es wird dann nur vorgeschaltet, um mit weniger Aufwand als bei einem Bewerbungsgespräch - wenn auch deutlich ungenauer - Spreu von Weizen zu trennen. Solch ein Telefoninterview führt also bei positivem Ausgang in der Regel zu der Auswahl der Bewerber, die letztlich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch oder zu einem Assessment Center eingeladen werden.

 

Wie lange dauert ein Telefoninterview?

Telefoninterviews dauern in der Regel nicht so lange, wie persönliche Vorstellungsgespräche. Zumeist liegen sie zwischen einer Viertelstunde und einer halben Stunde.

 

Wie läuft ein Telefoninterview ab?

Wenn es sich nicht um ein schon vorterminiertes Telefoninterview handelt, wird man sich nach der Begrüßung und Vorstellung erst einmal bei Ihnen erkundigen, ob Sie für ein kurzes telefonisches Bewerbungsgespräch Zeit hätten. Sie erfahren dann auch genauer, wir lange das telefonische Bewerbungsgespräch in etwa dauern wird. Passst es Ihnen gerade nicht, sagen Sie das gleich nach der Begrüßung. In der Regel haben Sie die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren, zu dem Sie sich vorbereiten können. Immerhin geht es ja auch hier um den Erfolg Ihrer Bewerbung.

Im Telefoninterview werden ungeklärte Fragen und fehlende Informationen im Lebenslauf ebenso angesprochen wie Fragen zur Person, ihrem Werdegang und ihrer Motivation für die beworbene Stelle. Ungewöhnlich hochgegriffenen Aussage aus dem Bewerbungsschreiben werden hinterfragt, wie auch die Hintergründe für Auffälligkeiten in den Arbeitszeugnissen. Dabei wird auf die Antworten ebenso geachtet, wie auf Ihre Wirkung (Dynamik und Modulation der Stimme, sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Aufmerksamkeit, Souveränität, Überzeugungskraft, etc.), um einen bewertbaren Eindruck von Ihnen zu erhalten.

 

Was wird bei einem Telefoninterview gefragt?

Grundsätzlich werden in einem Telefoninterview zur Bewerbung solche Fragen gestellt, wie sie auch in einem persönlichen Vorstellungsgespräch vorkommen. Hier finden Sie: Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch.

 

Beispiel für den möglichen Ablauf eines Telefoninterviews 

Natürlich ist jedes telefonische Bewerbungsgespräch etwas anders. Je nach den Anforderungen der zu besetzenden Stelle und je nach dem Profil des Bewerbers und seinen Angaben in der Bewerbung werden die Fragen, wie auch ihre Anzahl unterschiedlich ausfallen. Dieses Beispiel soll nur dazu dienen, Ihnen eine erste Vorstellung davon zu vermitteln, wie ein Telefoninterview im Prinzip ablaufen könnte. Sicher wird es Ihnen dann leichter fallen, aus Ihrer konkreten Bewerbung und der zugehörigen Stellenausschreibung solche Fragen abzuleiten, die wohl in Ihrem Falle zu erwarten wären.

Hier nun das Beispiel:

Begrüßung:

Sie haben sich bei uns als  …  beworben.

Wir würden Ihnen gerne dazu noch ein paar Fragen stellen. Hätten Sie dafür ein paar Minuten Zeit (bzw. wann würde es Ihnen passen)?

Typische Fragen:

Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Was reizt Sie an der Stelle?

(Falls nicht beschäftigungslos:) Warum wollen Sie Ihre aktuelle Tätigkeit nicht weiterführen?

Was hat Ihnen bei Ihrer letzten Tätigkeit am besten gefallen? Was weniger gut?

Wie ist Ihr derzeitiger Beschäftigungsstatus (gekündigt (zu wann, wer hat warum gekündigt), ungekündigt, befristet (zu wann, warum keine Weiterbeschäftigung), unbefristet)?

(Falls beschäftigungslos:) Womit beschäftigen Sie sich den ganzen Tag?

In Ihrem Lebenslauf ist uns aufgefallen, dass … Wie können Sie uns das erklären?

Wie kommt es, dass Sie im Arbeitszeugnis von … so schwach bewertet wurden?
Was hatten Sie unternommen, um den Punkt zu klären, bzw. das Problem zu lösen?

Wie erfolgreich waren Sie in Ihrer letzten Anstellung? Woran machen Sie das fest? Wie können Sie das belegen?

Welche Erwartungen haben Sie an die neue Tätigkeit?  

Wie wollen Sie sich bei uns einbringen?

Wie schätzen Sie unsere Branchenentwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren ein und wie begründen Sie das?

Ab wann könnten Sie uns frühestens zur Verfügung stehen?

Verabschiedung

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

(Evtl. Verbleib:) Wir werden uns in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung über eine eventuelle Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei Ihnen melden.  

 

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Was sollte man bei einem Telefoninterview beachten?

Jeder Telefonkontakt mit einer Firma ist bei einer Bewerbung mit gewisser Vorsicht zu sehen, denn Sie werden dabei in der Regel schon bewertet wie in einem Bewerbungsgespräch. Leicht kann man dabei in eine „Schublade“ geraten, die einem nicht wirklich gerecht wird und aus solchen Schubladen kommt man nicht so leicht wieder heraus. Und das gilt sowohl für formlose Anrufe - auch von Ihnen, als auch für förmliche Frage-Antwort-Telefoninterviews. Und genau hier liegt für Sie ein Problem.

In einem persönlichen Bewerbungsgespräch können Sie mit Ihrer gesamten Persönlichkeit wirken. Die Chancen, dass Ihre Stärken im Bereich der "weichen Faktoren" (Soft Skills) erkannt werden, sind verhältnismäßig gut. In einem telefonischen Bewerbungsgespräch aber wirken Sie nur mit Ihrer Stimme und Ihrer Sprache. Diese eingeschränkte Wahrnehmung des Gesprächspartners am Telefon kann besonders leicht zu Fehleinschätzungen im Telefoninterview führen.

Dennoch nutzen viele Firmen vor allem den schnellen und kostengünstigen Vorteil von Telefoninterviews zumeist als Vorbereitung der Entscheidung, welche Bewerber zum Vorstellungsgespräch oder zum Assessment-Center eingeladen werden sollen.

 

Wie sollte man mit Telefoninterviews umgehen?

  1. Überlegen Sie sich gut, ob ein eigeninitiativer Anruf während des laufenden Bewerbungsauswahlverfahrens für Sie wirklich einen Vorteil bringt. Oftmals stören solche Anrufe eher, als dass telefonische Bewerbungsgespräche für Sie Vorteile brächten, auch wenn manche Bewerbungsratgeber oder amtliche Stellenvermittler häufig dazu raten.
     
  2. Ist ein telefonisches Bewerbungsgespräch fester Bestandteil des Bewerbungsauswahlverfahrens, wird es mit der gleichen Konsequenz wie ein persönliches Vorstellungsgespräch gewertet. Sie sollten also ebenso gut wie zu einem Vorstellungsgespräch vorbereitet sein. Unsere Tipps zum Vorstellungsgespräch greifen hier allerdings nur zum Teil, da Sie im telefonischen Bewerbungsgespräch weniger „Kanäle“ zur Verfügung haben auf denen Sie positive Signale senden können.

 

Was steht Ihnen in einem Telefoninterview zur Verfügung?

Am Telefon werden vor allem Ihre Daten und Fakten, Ihre Sprache und Ihre Stimme wahrgenommen.

Und in genau umgekehrter Reihenfolge nehmen Sie im telefonischen Bewerbungsgespräch Einfluss auf Ihren Gesprächspartner!

  1. Ihre Stimme
  2. Ihre Sprache
  3. Ihre Daten und Fakten

 

Wie Sie das für sich nutzen können, um im Telefoninterview zu überzeugen, erfahren Sie auf der folgenden Seite.


Worauf kommt es beim Telefoninterview an?
Wie bereite ich mich auf ein Telefoninterview vor?

(1) Die oberste Regel beim Telefoninterview heißt: Erzeugen Sie eine sympathische Stimme, d.h. lächeln Sie mit Ihrer Stimme! Aber wie soll das gehen, mit der Stimme zu lächeln?? Ganz einfach: indem Sie beim telefonischen Bewerbungsgespräch tatsächlich lächeln! Profis im Telefonverkauf üben dies bei realen Telefonaten vor einem Spiegel, in welchem sie sich während des Telefongespräches selbst beobachten und wenn nötig korrigieren. Diese Technik gelingt allerdings in der Regel nur dann sicher, wenn Sie sie schon vor dem Ernstfall mehrfach erfolgreich angewendet und verinnerlicht haben. Falls Ihnen das zu viel Aufwand scheint, sollten Sie sich wenigstens so positiv wie möglich auf das Gespräch einstimmen. Wenn Sie den Vornamen des Gesprächspartners z.B. aus der Stellenanzeige kennen, dann stimmen Sie sich so darauf ein, als ob Sie einen guten Bekannten anrufen (im Geiste: jetzt ruf ich bei ... an, ich freu mich darauf!). Die positive Programmierung Ihres Unterbewusstseins kann Ihnen helfen, im telefonischen Bewerbungsgespräch eine glaubhaft sympathieausstrahlende, motivierte Stimmlage zu schaffen, von der Begrüßung bis zur Verabschiedung. Und welche entscheidende Bedeutung die Sympathie im Bewerbungsauswahlverfahren hat, können Sie auf unseren Seiten zum Vorstellungsgespräch erfahren.

(2) Neben der sympathischen und motivierten Stimme spielt auch Ihre Sprache eine entscheidende Rolle. Sprechen Sie beim Bewerbungsgespräch am Telefon fest, aber nicht laut, eher etwas langsamer, mit etwas abgesenkter Stimmlage, aber mit lebhafter Betonung und Ausdruck. Sprechen Sie nicht direkt in das Telefon, sondern halten Sie die den Mikrofoneingang, etwas unterhalb Ihres Kinns - Ihre Sprache kommt dadurch deutlich wohlklingender beim Gesprächspartner an. Stehen Sie beim Telefonieren auf und laufen Sie während des Bewerbungsgesprächs auf und ab. Ihr Denken wird dadurch aktiviert und Ihre Sprache spürbar lebendiger und variantenreicher. Zeichnen Sie zur Übung gespielte telefonische Bewerbungsgespräche auf und hören Sie sich anschließend selbst an. Sie werden wahrscheinlich zunächst überrascht sein, wie Sie klingen. Mit ein wenig Übung und Gegenkontrolle werden Sie aber auch sehr schnell wesentliche Verbesserungen erleben.

(3) Als dritter Punkt bleiben die Inhalte. Bereiten Sie sich sofort nach dem Abschicken Ihrer Bewerbungsunterlagen argumentativ auf ein Vorstellungsgespräch vor, als würde es bereits morgen stattfinden. Spielen Sie typische Fragen und Ihre persönlichen Antworten in Rollenspielen mit Ihrem Partner oder mit guten Bekannten durch. Wichtig ist, dass Sie Ihre Antworten schon möglichst oft wirklich ausgesprochen und frei formuliert haben, damit Sie später beim Bewerbungsgespräch am Telefon nicht nach Worten ringen müssen und überzeugend klingen. Auch hierbei helfen Ihnen Tonaufzeichnungen sehr. Lassen Sie sich auch von Ihren Spielpartnern kritisieren und nehmen Sie die Verbesserungsvorschläge an. Es wird für Sie im Telefoninterview von Vorteil sein.

>> Persönliches Vorstellungsgespräch

Überzeugen Sie von sich in Aktion!

Assessment-Center (AC) wurden in Deutschland seit den 20er Jahren vom Militär entwickelt und eingesetzt, um die Eignung für militärische Führungspositionen zu ermitteln.

Assessment CenterWas bedeutet Assessment Center?

Assessment Center (engl. Assessment: Bewertung) eigenen sich besonders dazu, „weiche Faktoren“, wie z.B. Teamfähigkeit, Organisationsbegabung, Führungsbefähigung, Managementqualitäten, kommunikative Fähigkeiten, Präsentationstalent, Durchsetzungsvermögen u.v.a.m. zu beurteilen. Assessment Center eignen sich daher besonders für Tätigkeiten, die im erhöhten Maße solche „Soft Skills“ erfordern. Dazu gehören z.B. gehobene Vertriebstätigkeiten (z.B. Sales Manager, Key Account Manager) ebenso, wie z.B. Organisations-, Führungs- oder Managementpositionen.

 

Wie läuft ein Assessment Center ab?

Das Prinzip von Assessment Centern ist eigentlich ganz einfach. Möchte man z.B. wissen, wie es um die Teamfähigkeit eines Bewerbers bestellt ist, lässt man ihn zusammen mit weiteren Kandidaten des Assessment Centers eine spielerische Teamaufgabe lösen und bewertet ihn im Vergleich zu den Anderen.

Für die Bewertung weiterer Soft Skills kann die Erarbeitung und Präsentation eines Kurzvortrags angesetzt werden, eine Selbstpräsentation, das gemeinschaftliche Lösen organisatorischer Problemstellungen u.v.a.m.

Man fragt oder hinterfragt im Assessment Center also nicht vorrangig, sondern beobachtet und bewertet das tatsächliche, spontane Verhalten des Bewerbers. Wer schon einmal als Teilnehmer oder Beobachter bei einem Assessment Center mitgemacht hat wird bestätigen können, dass die Teilnehmer dabei kaum Möglichkeit haben, sich zu verstellen.

Die zahlreichen Beobachter des Assessment Centers beschäftigen sich im Idealfall jeder nur mit einem oder vielleicht mit zwei Kandidaten. Sie können sich daher im Verlauf von meist ein bis zwei Tagen ein sehr gutes, ganzheitliches Gesamtbild von “ihrem” oder “ihren” Kandidaten machen. 

 

Wie lange dauert ein Assessment Center?

Ein Assessment Center dauert typischerweise ein bis zwei Tage. Im Ausnahmefall sind aber auch längere Assessment Center nicht ausgeschlossen. Häufig werden Sie in einem Hotel untergebracht und verbringen auch den Abend gemeinsam mit Ihren Mitbewerbern und Beobachtern. 

 

Was zieht man zum Assessment Center an?

Bei der Frage, was man zum Assessment Center anziehen soll, gilt generell das Gleiche, wie beim Vorstellungsgespräch. Ihre Kleidung sollte frisch, ordentlich und wertig, der beworbenen Tätigkeit angemessen sein. Ziehen Sie sich lieber etwas zu geschäftsmäßig an, als etwas zu leger.  Das gilt auch für Beschäftigungsbereiche, in denen üblicherweise keine sonderliche Kleiderordnung herrscht, wie z.B. in der IT. Aber denken Sie daran,  dass Sie nicht nur von Fachkollegen bewertet werden, sondern maßgeblich auch von Personalern - und die sind keine ITler, um im Beispiel zu bleiben.

Die Abendgarderobe darf etwas lockerer sein, wenn man nicht gerade zu einem Festmahl geladen wurde. Sie sollte aber wenigstens noch im Bereich sportlich schick liegen. Männer können Hemd und Krawatte gegen einen gut sitzenden Pullover oder im Sommer gegen ein Polohemd eintauschen, aber möglichst zusätzlich mit Jackett. Dieses gibt der Kleidung weiterhin eine geschäftsmäßige Note. Jeans und der letzte Schrei in Sachen Mode sollten besser im Schrank bleiben. Ein smartes Outfit verbunden mit ein wenig zurücknehmendem Understatement wirkt in aller Regel am besten. 

 

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Was passiert im Assessment Center?

Typische Assessment Center Aufgaben sind:

  • Postkorbübung
    Bei der Postkorbübung geht es darum, für eine Aufgabe, die vielschichtig aus zahlreichen Teilaufgaben besteht, einen möglichst effizienten und ggf. effektiven Lösungsweg zu finden.
  • Rollenspiele
  • Kompetenztests
  • Lösen tätigkeitsspezifischer, komplexer Aufgaben mit anschließender Präsentation
  • Einzelgespräche


Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Ergebnis von Assessment Centern ist dadurch viel geringer, als z.B. beim Vorstellungsgespräch. Dennoch sollten Sie ein paar Tipps beachten, die Ihnen helfen, ungewollte negative Signale im Assessment Center zu vermeiden.

Ein typischer Fehler im Assessment Center ist es, vor einer Gruppenübung zu vermuten, auf welche Soft Skills es den Beobachtern in dem anstehenden Planspiel ankommen könnte. Jeder Kandidat versucht sich natürlich von seiner besten Seite zu präsentieren. Da ist der Gedanke verführerisch, zu versuchen die gewünschte Soft-Skill-Anforderung zu erraten, um sie dann umso nachdrücklicher vorführen zu können. Aber es ist eben oft nicht oder nicht alleine das Naheliegende, worum es den Assessment Center-Beobachtern geht. Glaubt der Kandidat z.B. Durchsetzungskraft sei die Fragestellung, wird er alles daransetzen, in dem Rollenspiel möglichst starke Durchsetzungskraft auszudrücken. Liegt er aber mit seiner Annahme falsch, weil etwa kooperatives Teamverhalten geprüft werden sollte, hat er einen falschen, für seine Beurteilung negativen Eindruck erzeugt. Und dass dieser unzutreffend ist, lässt sich hinterher nicht mehr erklären.

 

Der erste Tipp lautet daher:

Gehen Sie an die Rollenspiele im Assessment Center so unbefangen wie möglich heran. Versuchen Sie nicht sich zu verstellen, versuchen Sie nicht den Sinn des Spiels zu antizipieren. Bleiben Sie so weitgehend wie möglich Sie selbst.

 

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Ein weiterer typischer Fehler im Assessment Center ist die Annahme, dass Sie nur während der Aufgabenerfüllung beurteilt werden. Tatsächlich stehen Sie aber die gesamte Zeit unter aufmerksamer Beobachtung. Seien Sie sich dessen auch zwischen den Übungen bewusst. Selbst am Abend, wenn bei mehrtägigen Assessment Centern gemeinsames Abendessen, Programm und anschließende Geselligkeit angesagt sind, werden Sie laufend beurteilt.

  • Wie verhalten Sie sich im Team?
  • Wie ist Ihre Stellung in der Gruppe?
  • Sind Sie Wortführer, Beobachter, Unterstützer oder …?
  • Sitzen Sie still in der Ecke?
  • Beschäftigen Sie sich (zu) lange mit Ihrem Smartphone / Tabletrechner?
  • Bringen Sie konstruktive, kreative oder lösungsorientierte Vorschläge ein?
  • Achten Sie auf das Timing?
  • Wirken Sie integrierend oder ausgleichend?
  • Trinken Sie zu viel?
  • und viele weitere Aspekte mehr ...

 

Der zweite Tipp lautet also:

Verhalten Sie sich von der Anreise bis zu Ihrer Abreise durchgehend, als wäre der gesamte Aufenthalt eine einzige Assessment Center Aufgabe.
 

 

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Ein regelmäßiger Bestandteil von Assessment-Centern ist aber auch das Einzelgespräch, das nichts Anderes ist, als ein klassisches, oft aber kürzeres Vorstellungsgespräch. Hier gelten daher entsprechend alle Spielregeln für Vorstellungsgespräche. Um auch für diese Anforderung topfit zu sein, sollten Sie daher zuvor unbedingt unsere Infos und Tipps für Vorstellungsgespräche kennen!

Wie bereite ich mich auf ein Assessment Center vor?

In einem gewissen Rahmen können Sie sich auf anzunehmende Assessment Center Übungen vorbereiten. Hierzu gibt es viel Literatur. Wenn Sie jedoch z.B. wenig strukturiert sind und sich gerne im Detail verlieren, wird aus Ihnen trotz intensiven Postkorb-Trainings noch lange kein effizienter und effektiver Organisationsprofi.

Selbstpräsentationen z.B. zu Ihrem Lebenslauf oder zu Ihren persönlichen Stärken lassen sich z.B. vor einem Spiegel üben, aber vor einer Gruppe oder vor Prüfern ist die Situation ganz anders. Ohne gesundes Selbstbewusstsein und Sinn für einen prägnanten Auftritt hilft Ihnen das Training nur sehr begrenzt. Wenn bei Ihnen hingegen alle passende Skills dafür gut ausgeprägt sind, wäre eine erstklassige Präsentation für Sie sowieso ein Leichtes.

Auch über ausgeprägte fachliche Kompetenz sollte man bereits verfügen, wenn man sich in einem Assessment Center mit anderen High Potentials messen will.

Entscheiden Sie also selbst, ob und inwieweit Ihnen solche Trainingsanleitungen für Assessment Center wirklich helfen würden. Da die Bewerbungs-Tipps auf Erfolgreicher-bewerben.de nicht vor allem auf Durchführungstrainings abzielen und weil es im Markt bereits sehr gute Anleitungen und Trainings für Assessment Center gibt, möchten wir Sie im Falle Ihres Bedarfs auf diese verweisen.

>> Weitere Bewerbungstipps

Ergänzende Buchtipps zum Personalauswahlverfahren:


 

Bedeutende Stellenbörsen

Agentur für Arbeit: eine der größten Jobbörsen in Deutschland überhaupt. Indeed: Job-Suchmaschine: Stellenangebote von tausenden von Websites, darunter Jobbörsen, Personalvermittler und Unternehmenskarriere-Websites. Stepstone: Jobbörse für Fach- und Führungskräfte. Monster.de: eine der langjährigsten Online-Jobbörsen; Erfinder des Online-Recruiting. Jobvector: Spezialjobbörse für Ingenieure, Informatiker, Mediziner und Naturwissenschaftler. Jobbörse Xing: die Jobbörse des großen sozialen Netzwerks für Beruf, Geschäft und Karriere. meinestadt.de: Jobs vor Ort im Portal für alle Städte Deutschlands.


Weitere Tipps:


m/w/d

Genderbezeichnungen werden auf dieser WebSite aus Gründen des sprachlichen Flusses und der ungestörten Lesbarkeit einheitlich in der männlichen Form ausgeführt. Selbstverständlich sind damit jederzeit alle Geschlechter gleichermaßen gemeint.
Im Duden: man (Mann), eigentlich = irgendeiner, jeder beliebige (Mensch)
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